Tagesgedanke

hab grad so dran gedacht als ich noch ein Kind war, liebte ich den Herbst, wir spielten mit dem Laub und sammelten Kastanien und Eicheln zum Basteln, aber am aller liebsten sammelten wir Esskastanien, wenn wir genug hatten, ging es nach Hause und dann mussten die erstmal alle von der stachligen Schale befreit werden und diese bittere weiße Haut wurde abgepuhlt, wir haben die Esskastanien immer gleich so gegessen, geröstet eher selten, das kannten wir wohl nicht ;).

Ich kann diese Stimmung noch fühlen, wenn ich heute daran denke… wir saßen alle zusammen am Tisch und tranken dabei Kakao,Tee oder Kaffee und erzählten miteinander.   Draußen war es schon kalt so das der Kachelofen angeheizt werden musste, es war so schön warm und nebenbei wurden in der Wärme-klappe vom Kachelofen noch Äpfel rein geschoben, die dann zu Bratäpfeln mutierten ^^ Omi erzählte alte Geschichten aus ihrer Jugend und von den Streichen ihrer vier Jungs 🙂

Wir malten und bastelten zusammen und das ist das an was man sich heute noch erinnert, das wir als Familie viel Zeit verbrachten, obwohl meine Eltern auch einen sehr langen Arbeitstag hatten. Das Geld war immer sehr sehr knapp, aber trotz allem hatten mein Bruder und ich eine schöne Kindheit und dafür bin ich meinen Eltern und Omi unendlich dankbar.

Mr.TB und Ich  hatten das auch so bei Töchterchen gemacht, wir sind zwar arm, aber reich an Liebe und ich glaube das ist das Wichtigste für ein Kind das man für es da ist und mit ihm Zeit verbringt, mehr wollen Kinder eigentlich nicht zum glücklich sein. Natürlich ist Geld auch wichtig, aber man muss es nicht zum aller wichtigsten Lebenspunkt erscheinen lassen!

Wünsche Euch allen einen schönen Abend ❤

so war mein Sommer

damals als Kind…
Meine Eltern waren ab 6.00 Uhr aus dem Haus und kamen erst nach 17.00 Uhr wieder nach Hause und dann mussten sie noch einkaufen und den Haushalt führen und noch die Oma versorgen.
Wir brauchten in den Sommerferien kaum was machen, meine Eltern ließen uns ganz viel Freiheit. Natürlich erledigten wir auch mal Einkäufe und halfen bei kleinen Haushalts Sachen wie Abwaschen, Wäsche waschen und aufhängen und verbrachten mit unserer Omi auch viele Stunden, aber die meiste Zeit hatten wir für uns.

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Song

Heute mal Zurück in die Vergangenheit 😉

Mein BrotherHerz hatte ja Geburtstag und als er noch ganz jung war, spielte er auf seiner Gitarre immer 2 Songs … immer und immer wieder 😉 das waren diese hier!


Es war einmal…

auch bei mir gibt es ja ab und an was zum Thema -Es war einmal-

Arabella erzählte ja heute was aus ihrer Kinderzeit und als ich bei ihr las, fiel mir unser Kramladen ein 🙂

Ich hab früher also als Kind oft für meine Omi Bier gekauft^^, sie hatte so eine kleine Einkaufstasche gehabt, da haben genau 6 kleine Helle reingepasst. Sie hat mit ihren Damen – das waren 2 ledige Schwestern, sie lebten schon immer zusammen, ich mochte sie sehr gerne–  nachmittags gern ein Bierchen gezischt .

Meine Mum sah das gar nicht gerne, aber ich hab das gerne getan, denn wenn ich die Bierchen holte, gab es vom Besitzer des Ladens immer aber auch wirklich immer etwas zum Naschen für mich dazu. Ich mochte diese schaumartigeren Tiere  gerne, die waren außen ganz hart, aber innen drinnen waren sie schaumig…mmmh oder Lakritzstange oder Zuckerstangen gelb und rosa waren die .

Komisch das wir das immer noch genau wissen, wie der Süßkram aussah und wie er schmeckte^^ !

In dem kleinen Laden gab es einige Lebensmittel, aber vor allen Bier und Brause. Der Enkel des Inhabers ging in meine Klasse, das war super, wenn wir bei ihm spielten, dann hatten wir immer ausgesorgt 🙂 ihr könnt Euch vorstellen mit ihm wollten alle gerne befreundet sein!

Der Laden war noch sehr lange in Besitz der Familie, da war ich schon erwachsen und hab brav dort meine Süßigkeiten gekauft ^^ Dieser Duft wenn man ihn betrat war immer wieder berauschend, es war so ein Gemisch aus Zigaretten/Zigarrenrauch, denn die Männer quatschten da auch miteinander und frisch gemahlenen und aufgebrühten Kaffee und Alkohol, das störte mich als Kind gar nicht! Die großen Gläser mit den Bonbons sehe ich heute noch vor mir.

Manchmal ging Omi mit und sie unterhielt sich dann noch mit einigen Leuten und das Kind musste ja warten, also musste es ruhig gestellt werden und das mit dem schönen Süßkram, es war ein Himmelreich für uns Kinder dort im Laden. Manchmal fehlten ein paar Pfennige zum Glück und der Besitzer hat dann immer gelächelt und uns trotzdem das gegeben was wir wollten. Er war einfach immer super nett! So etwas vergisst man nie!

Die  Schwestern die immer bei Omi waren und ich spielten oft am Nachmittag Mensch ärgere dich nicht, das war immer sehr schön und manchmal spielten wir um Geld … ich gewann immer auch wenn ich verloren habe, denn ich konnte immer alle Pfennige behalten, das fand ich toll 😉

Als meine Omi starb mussten wir ja ihre Sachen aufräumen, sie hatte sogar noch ihre Einkaufstasche von damals, mir kamen die Tränen als ich sie sah…

 

also morgen…

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wird er sich sicher verstecken … Silvester mögen Katzen ja nicht so … ich mag am Liebsten das Feuerwerk 🙂

Wir haben schon immer gerne mit Feuerwerk hantiert … schon als Kinder waren wir hin und weg von dem Zauber am Sternenhimmel.

Am Neujahrsmorgen sind wir Knirpse immer ganz früh aufgestanden und haben die Reste der Raketen gesucht, manchmal waren auch Blindgänger dabei die wir dann versucht haben zu zünden tz Kinder eben … BITTE KINDER NICHT MIT DEN FEUERWERK SPIELEN, das ist sehr GEFÄHRLICH!

Meine Mama hatte damals in einer Pyrotechnik Firma gearbeitet… also wenn wir nichts hatten und wir meistens von Nachbarskinder samt Eltern bemitleidet worden, weil wir halt arm waren… dann war Silvester unser Tag… denn wir hatten so ein Feuerwerk wie keiner in unserer Stadt… na gut … die Leute die auch alle in dieser Firma beschäftigt waren, hatten ein ähnliches Riesen Feuerwerk 😉 das waren aber nicht sehr viele … vielleicht 20 Leute.

… an Silvester waren wir mal die TOLLEN LEUTE der Stadt… und das tat auch mal richtig gut, besonders von allen Angebern in der Klasse beneidet zu werden … Kinder brauchen das auch mal, einfach mal im Rampenlicht zu stehen ^^ obwohl wir ja fast nichts für tun mussten, einfach nur die Raketen und Fontänen in Sand stellen und Vati hat sie angezündet, als wir älter wurden durften wir dann auch anzünden… 😉

Das ist bis heute so geblieben, nur das wir heute nicht viel kaufen können, das ist einfach zu teuer für uns.

Wenn TB genug Mäuse hätte, dann würde ich zu meinen Eltern fahren und ihnen genau so ein bombastisches Feuerwerk zaubern, so wie sie das für uns getan haben … ich denk da oft dran, weil wir in diesen Moment wirklich glücklich waren… genau so glücklich wie am Heilig Abend, wenn wir nen großen gebratenen Vogel zu essen hatten, das war schon was ganz besonderes für uns!

Jahresende und TB wird melancholisch … ja manchmal denkt man eben an solche Sachen, wir hatten es halt nicht so einfach früher, aber trotzdem waren wir glücklich und genauso ist es auch heute. Wir haben mit Arbeitslosigkeit und Krankheit zu kämpfen, so wie ganz viele andere Menschen auch, aber wir geben uns nicht auf, suchen nach Wegen und am Ende des Tages können wir sagen das wir trotz allem sehr glücklich und zufrieden sind 🙂

die Schale…

einer Mandarine finde ich immer wieder schön … ich rieche gerne ihren Duft … als Kinder hatten wir ja eher Apfelsinen und dann auch nicht solche Sorten die wir heute kaufen können, da gab es nur welche die meist strohig waren und total sauer, aber wir freuten uns trotzdem und haben die natürlich gleich verzehrt, ich glaube da hat keine den Heilig Abend überlebt 😉 … so war das halt in der DDR… Südfrüchte gab es sehr sehr selten… die Schalen der Apfelsinen haben wir in der Wohnung verteilt, damit hat es einige Zeit überall so toll geduftet …KINDER mal nicht lesen und wenn doch BITTE NICHT NACHMACHEN! -wir haben auch die Schale mit den Fingern vor einer brennenden Kerze zusammengedrückt, der Saft der dann raus kam erzeugte kleine Funken, das fanden wir toll ^^-

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Kindheitserinnerungen

Um diese Zeit hatten wir früher schon Schnee, die Fensterscheiben waren mit Eisblumen verziert, denn so abgedichtete Fenster wie wir sie heute haben, gab es früher (60-iger 70-iger Jahre) ja nicht . Mein Vati sorgte dafür das wir die Kohlen für den Winter schon im späten Herbst im Keller hatten, selbst darauf musste gespart werden, ach so heute sparen wir ja auch, das wir die Heizkostenabrechnung bezahlen können, also hat sich da schon mal nichts verändert. Wir schleppen nur keine Kohleneimer mehr aus dem Keller in die Stube!

In der ersten Wohnung hatten wir nur einen Ofen für die 2 Zimmer die wir bewohnten, das war schon oft sehr kalt. Später als ich so ungefähr 12 war zogen wir in eine andere Wohnung, da hatten wir endlich in der Küche einen Glutusherd und in der Stube einen Kachelofen, sogar ein kleines Bad, zwar ohne Fenster, aber mit einem Badeofen und e n d l i c h konnten wir ein Wannenbad nehmen!

Ich erinnere mich genau an mein erstes, es war einfach wunderschöööön 😉

Der erste Winter in der neuen Wohnung wird mir immer in Erinnerung bleiben, es war so warm und wir saßen zufrieden beieinander und freuten uns das wir endlich eine warme Wohnung haben und eine Innentoilette und mein Bruder sein eigenes kleines Reich … wir Kinder glaubten wir sind jetzt reich^^.

Vati und Mutti sahen glücklich aus und endlich hatten wir mehr Platz um uns nicht immer auf den Wecker zu gehen, tagsüber spielte ich im Schlafzimmer- das leider nicht beheizbar war- , denn mein Bruder ließ mich nicht in SEIN Reich rein^^ oder ich spielte in der Stube. Für mich war leider kein eigener Raum da. Geschlafen haben Mutti und ich im Ehebett, Vati musste auf dem Sofa in der Stube schlafen und mein Brotherherz hatte sein Bett in seinem Zimmer, was er mir ja ständig unter die Nase rieb, Wir sind 5 Jahre auseinander und er war immer eifersüchtig auf mich Kleene, jetzt hatte er was wo er mich ärgern konnte 😉 trotzdem war es schön endlich mehr Platz als nur 2 Zimmer zu haben und vor allem im warmen und mit fließenden Wasser in der Wohnung  leben zu können.

Nikolaustag war immer ein Festtag, es gab Apfelsinen,Nüsse, Schokolade und Fondant Kringel … mein Brotherherz hatte seinen Stiefelinhalt meistens viel schneller als ich geplündert und er gneierte so lange bis ich ihm dann noch von meinen Schätzen was abgab. Ja das war ja früher so etwas besonderes, wenn man Schokolade und Apfelsinen essen konnte.

Jetzt waren wir noch aufgeregter auf Weihnachten, es dauerte und dauerte bis endlich der große Tag kommen sollte…

Wir wohnten im Harz und da lag immer Schnee, wir verbrachten jede freie Minute draußen mit Ski fahren, Rodeln , Schlittschuhlaufen… Abends sind wir Halbgefrorenen^^ nach Hause gekommen. Schneeanzüge gab es nicht und auch keine Thermosachen, wir hatten Baumwolltrainigshosen(so ähnlich wie heute Jogginghosen, nur nicht so schick^^) und Anoraks die nicht gerade dick gefüttert waren. Schuhe war genau so, man fror eigentlich immer damit. Mütze Schal und Handschuhe wurden von Oma selbst gestrickt und ruck Zuck waren die gefroren, wenn sie mit Schnee in Berührung kamen. Ja und das sind sie, denn wir tollten herum und das frieren kam erst zu Hause 😉

Es war die schönste Zeit meines Lebens 🙂