so war mein Sommer

damals als Kind…
Meine Eltern waren ab 6.00 Uhr aus dem Haus und kamen erst nach 17.00 Uhr wieder nach Hause und dann mussten sie noch einkaufen und den Haushalt führen und noch die Oma versorgen.
Wir brauchten in den Sommerferien kaum was machen, meine Eltern ließen uns ganz viel Freiheit. Natürlich erledigten wir auch mal Einkäufe und halfen bei kleinen Haushalts Sachen wie Abwaschen, Wäsche waschen und aufhängen und verbrachten mit unserer Omi auch viele Stunden, aber die meiste Zeit hatten wir für uns.


Mein Bruder ist ja 5 Jahre älter und er war froh als ich dann endlich mit Schulbeginn meine eigenen Freunde hatte, damit ich nicht immer an seinem Rockzipfel hing^^
Ich hatte schon zeitig das Schwimmen gelernt, in der DDR war das möglich im Sportunterricht, da hatten wir mit 7/8 Jahren alle zu mindestens die erste Stufe abgelegt und wer das nicht schaffte konnte in den Ferien ein Schwimmlager mitmachen, spätestens da hat es dann geklappt mit dem Schwimmen.

Unsere Eltern waren ja immer arbeiten, da hatte niemand Zeit auf uns aufzupassen, also mussten wir schnell selbstständig sein und auch schon gut schwimmen können, damit wir im Sommer auch alleine Baden gehen durften.

Morgens haben wir ausgeschlafen, dann gefrühstückt und Badesachen gepackt und dann aufs Fahrrad gesetzt und mit Freunden ab zum Badesee. Wir hatten eine tolle Auswahl, ein Waldbad, ein Teich wo auch Rettungsschwimmer waren und ein anderer Teich, wo wir aber nicht baden gehen sollten, weil es so gefährlich war, meinten unsere Erziehungsberechtigten. Nun ratet mal wo wir meistens waren 😉

Wir verbrachten den ganzen am bzw. im Wasser, Essen und Trinken brachten wir uns mit. Wenn wir allerdings im Waldbad waren kauften wir uns immer eine Bockwurst und eine Fass brause und natürlich Eis, dafür gaben uns unsere Eltern auch fast immer das Geld -2 Mark für Essen und 50 Pfennige für den Eintritt– , weil sie ja wollten das wir dort baden gehen, wo es sicher war!

Das waren schöne unbeschwerte Zeiten, wir haben so viel erlebt und lange Weile kannten wir kaum. Die Sommer Ferien waren immer mit Abstand die schönste Zeit in meiner Kindheit. Wir waren den ganzen Tag vogelfrei und hatten das Gefühl das uns die Welt gehört!

Wir hatten weder PC, noch Handy noch Spielekonsolen, wozu auch, unser Leben spielte sich draußen ab. Die Natur war unser Spielplatz, baden gehen, herum stromern im Wald. In der Stadt Eis essen, ins Kino gehen, irgendwelche fahrbare Untersätze zusammen bauen. Mit Freunden Zeit zu verbringen war das Wichtigste, oh man.. manches wissen meine Eltern heute noch nicht, was wir alles so berissen haben^^

Ich hatte eine schöne Kindheit, auch wenn wir wirklich sehr wenig Geld hatten, im Gegensatz zu meinen Freunden, aber das spielte nie eine Rolle zwischen uns.

Wir waren einfach nur glückliche Kinder!

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5 Kommentare zu “so war mein Sommer

  1. Kommt mir sehr bekannt vor. Bei uns war es nicht anders. Es waren schöne Zeiten . Aber ich glaube die hatten wir mehr oder weniger alle.
    Dir einen schönen Sonntag. L.G.

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