Wurzeln…

-Vorwort-

Wo komm ich her?

Ich möchte Euch gerne Geschichten aus meinem Leben erzählen … Ich habe nun nicht die Welt bereist und auch keine großen Abenteuer erlebt.

Lasst Euch einfach überraschen 🙂

……………………………………………………………………………………..

Angekommen…

Es ist Januar 1963,es ist ein bitterkalter Wintertag, doch 4 Menschen sind in diesem Moment überglücklich.

Ich erblicke das Licht der Welt ….

Meine Mutter ist froh und glücklich das ich endlich da bin, denn die Chance das sie noch mal ein Baby bekommen könnte, war nach ihrer vorhergehenden Bauchhöhlenschwangerschaft und mit den verbundenen Komplikationen sehr gering.

Mein Vater ist natürlich überglücklich, ich bin sein erstes eigenes Kind und das wird so bleiben.

Mein Bruder hat sich gefreut, anfangs, später wohl nicht mehr so 🙂

Meine Oma war überglücklich über mein Ankommen, ihr Enkelkind von ihrem Lieblingssohn, was mein Vater immer für sie war. Das wussten auch seine 3 Brüder und nahmen es wohl so hin.

Nun bin ich da und warte darauf was so alles passieren wird.

An die ersten Jahre kann ich mich kaum erinnern, das sind nur Erzählungen die sich aber immer mit Bildern in meinem Kopf zu einem Film entwickeln.

Ich bin kein Krippenkind und in den Kindergarten gehe ich sehr ungern. Ich bin sensibel und schüchtern und fühle mich nur zu Hause mit meiner Familie wohl.

Meine Eltern müssen arbeiten, denn das Geld ist sehr knapp. Keine Rücksichtnahme möglich für ein kleines kränkliches Mädchen. Die Konsequenz daraus, ich bin ständig krank und Mutti so nenne ich sie ja heute noch, muss daheim bleiben.

Oft passt Omi auf mich auf, wenn ich nicht zu sehr krank bin. Sie tut alles für mich, aber ich auch für sie, denn wir sind ganz eng verbunden vom ersten Augenblick an waren wir ein Herz und eine Seele.

Meine Eltern arbeiten als Produktionshelfer bzw. Hilfsarbeiter. sie konnten keinen Beruf erlernen, beide mussten bereits mit 14 Jahren Geld verdienen.

Mein Bruder ist 5 Jahre und sehr eifersüchtig auf mich kleines Bündel. Jedenfalls sagen das meine Eltern, er selber streitet das ja bis heute ab. Für mich war und ist er immer mein *richtiger* Bruder, ja wir haben verschiedene Väter. Doch in meinen Augen hat das niemals eine Rolle gespielt.
Wir leben die ersten 12 Jahre sehr beengt, 4 Personen in 2 Zimmern. Fließend Wasser gibt es nicht, Trinkwasser holen wir aus dem Keller. Die Toilette ist auf dem Flur.

Den ersten Raum nutzen wir als Küche, Wohnzimmer und Badezimmer, denn der kann beheizt werden. Badewanne ist eine alte Zinkwanne die auf den Küchentisch gestellt wird, wenn wir gebadet werden. Privatsphäre kannten wir nicht wirklich.

Das andere Zimmer ist nicht beheizbar, dort schlafen wir und gleichzeitig ist das unser Kinderzimmer.

Wir wohnen sehr beengt und das ist wohl einer der Gründe wieso es öfters mal Krach gibt.

Nicht nur die unzufriedene Wohnsituation lässt die Gemüter überkochen, es ist fast nie Geld da, weil meine Eltern so wenig verdienen.

Das Leben ist schwierig für meine Eltern, doch sie lassen uns das nur ganz selten merken. Sie versuchen uns trotzdem eine glückliche Kindheit zu ermöglichen.

Dafür bin ich Ihnen auch heute noch sehr dankbar.
Coming Soon….

6 Kommentare zu “Wurzeln…

  1. Hui, also die Wohnsituation war ja wirklich nicht einfach…

    Mein Bruder wollte sich früher immer eine Schwester im Geschäft kaufen. Tja, und als ich dann da war und anfangen konnte ihm ständig hinter her zu laufen… hat er es wohl etwas bereut 😉

    Grüßle

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  2. ALs ich ganz klein war wohnten wir so wie ihr. 2 Zimmer: 1 Küche-/Wohnzimmer, 1 Schlafzimmer. Fließend (Kalt-)Wasser gab es. Toilette über den Hof. Auch bei uns stand die Kinderbadewanne auf dem Tisch. Mit einer Holzplatte, die ins Bett gesteckt wurde, wurde verhindert, dass ich raus falle. Die zweite Wohnung: wieder zwei Zimmer aber größer als die in der ersten Wohnung. EInzige Verbesserung: Toilette auf halber Treppe im Gang.

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  3. Liebe TB, von der ersten Wohnung weiß ich nichts, als ich 8 Monate war, zogen meine Eltern, meine beiden Geschwister und ich in die Wohnung, in der wir immer gewohnt haben, bis ich auszog. Aber ein eigenes Zimmer hatte wir auch nicht. Immerhin aber ein Bad, einen Geyser, deruns heißes Wasser für die Sitzbadewanne lieferte.
    Die Küche war Wohnraum zugleich.
    Im eigentlichen kleinen Wohnzimmer schlief mein Bruder.
    Wir beiden Schwestern schliefen mit im Schlafzimmer.

    Ihr habt ja echt beengt gelebt. Sowas habe ich bei Bekannten auch erlebt, dass sie nur 2 Zimmer hatten.
    Liebe Grüße Bärbel

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